Forschungsbereich: Intelligente Verkehrsplanung (urbane Technologien)

Für den Wirtschaftsstandort Deutschland ist das Thema Urbane Technologien (Smart Cities) aus zwei Gründen relevant: zum einen Deutschland als Leitmarkt und zum anderen als Leitanbieter für Smart City-Technologien und Know-how. Angesichts des europäischen und weltweiten Bedarfs an smarten Technologien ist es die Aufgabe, Deutschland als Leitanbieter innovativer Gesamtlösungen, vor allem im Bereich intelligenter Verkehrssystem, zu etablieren.
„Intermodal“ ist das Fachattribut, das Verkehrsplaner seit Kurzem beschäftigt. Die Idee dahinter: das gesamte Angebot an Verkehrsmitteln im Nah- und Fernverkehr so geschickt zu verweben, dass die persönliche Individuallösung – sprich der Besitz eines Autos – sich als verzichtbar erweist.
Verkehrsplaner propagieren deshalb die „Mobilität 2.0“: Öffentliche Individualverkehrsmittel sollen die Schwächen der Massentransportmittel aufwiegen.

Ohne Mobilität ist unsere derzeitige arbeitsteilige Wirtschaftsstruktur nicht realisierbar. Der Begriff Mobilität beschreibt i.a. die Möglichkeit zur physischen Ortsveränderung von Menschen und Gütern. Realisierte Mobilität spiegelt sich als Verkehr wieder. Die Beschäftigung mit den Ursachen und Phänomen des Verkehrs findet sich traditionell im Bauingenieurwesen, da Verkehr stets als Vorgabe für die Notwendigkeit und die Ausstattung von Verkehrsbauwerken diente.

Bauingenieure beschäftigen sich aber nicht nur mit Verkehrsbauwerken (u.a. Treppen, Unterführungen, Brücken, Tunnel, Häfen, Bahnhöfe, Flughäfen, Kanäle, Eisenbahn- und Straßenstrecken), sondern in der Zwischenzeit auch mit der Steuerung von Verkehrsanlagen, mit der Physik von Fußgängerströmen, mit computerunterstützten Modellen zur Simulation von Verkehr- und Verkehrsströmen bis zu den Wechselwirkung zwischen Siedlungsstrukturen und dem Ressourcenverbrauch im Verkehr. Die Beschäftigung mit Mobilität ist somit essentiell für die Frage wie wir unser Leben in Zukunft ressourcenschonend organisieren wollen.

Kaum eine andere Stadt in Deutschland ist so sehr in die Verkehrsgeschichte eingebunden wie Nürnberg. Von Nürnberg nach Fürth fuhr die erste deutsche Eisenbahn. Nürnberg besitzt die größte Fußgängerzone Europas. Der Nürnberger Hauptbahnhof ist der größte Durchgangsbahnhof der Welt. In Nürnberg fährt Deutschlands erste automatisierte U-Bahn und die erste automatische U-Bahn der Welt im Mischbetrieb. Das Nürnberger Hafengelände ist der drittgrößter Binnen-Umschlagplatz Europas. Im Nürnberger Stadtteil Langwasser befindet sich die erste autofreie Siedlung Deutschlands.
 
Der NCT Forschungsbereich Intelligente Verkehrsplanung (urbane Technologien) ist seit 01.03.2016 mit Prof. Dr.-Ing. Harald Kipke besetzt, der die Forschungsprofessor für "Intelligente Verkehrsplanung“  an der THN übernommen hat und wird voraussichtlich ab 2024 durch einen Lehrstuhl für "Urban Mobility“ an der FAU ergänzt werden.

Weitere Informationen zur Forschungsprofessor für "Intelligente Verkehrsplanung“ erhalten Sie unter: www.mobilohm.de